Die Fütterungsstelle

Im Gegensatz zu manchen anderen Kommunen in Deutschland gibt es in Eckernförde kein Fütterungsverbot für Tauben. Gleichzeitig sind immer mehr Menschen sensibilisiert für die Not der Stadttauben, in den Städten artgerechtes Futter zu finden. In Eckernförde wurden die örtlichen Stadttauben daher seit ca. 2019 von einer Privatperson mit artgerechtem Futter und Wasser versorgt. Nachdem dies aus privaten Gründen nicht mehr möglich war, wandten sich engagierte Taubenfreund*innen an die Stadtverwaltung und beantragten eine Fütterungsgenehmigung im öffentlichen Raum.

In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Veterinäramt des Kreises Rendsburg-Eckernförde wurde im September 2024 eine Fütterungsstelle am Zweiten Steg eingerichtet und von freiwilligen Helferinnen betreut. Im April 2025 erfolgte der Umzug der Fütterungsstelle an ihren Endplatz am Nordufer, da dort auch das Taubenhaus errichtet werden soll.

An unserer Fütterungsstelle versorgen wir 2 x täglich über 150 Tauben mit artgerechtem Futter und Wasser. Für die Dauer jeder Fütterung ist eine unserer Aktiven vor Ort und achtet darauf, dass die Tiere beim Futtern nicht gestört werden. Nach jeder Fütterung werden die Futterschalen wieder entfernt, geleert und desinfiziert und das restliche Futter zusammengefegt, damit keine Reste liegen bleiben.

Die Vorteile unser kontrollierten, artgerechten Fütterung:
Trotz der großen Population von ca. 230 Tauben werden diese von den Einwohnerinnen und Einwohnern kaum wahrgenommen. Sie kommen nur zu den Fütterungen am Nordufer auf den Boden und verbringen den restlichen Tag überwiegend an ihren Ruhe- und Nistplätzen. Im Innenstadtbereich von Eckernförde trifft man tagsüber auf max. 10-15 Tauben. Belästigungen durch futtersuchende Tauben in der Außengastronomie bleiben aus.

Die Stadttauben in Eckernförde sind aufgrund der artgerechten Fütterung überwiegend nicht mangelernährt und daher auch weniger anfällig für Krankheiten. Da sie nicht den ganzen Tag lang auf Futtersuche durch die Stadt laufen müssen, sind auch schmerzhafte Verschnürungen selten. Der gesunde Taubenkot ist zudem fester und leichter zu entfernen als der schmierig-flüssige Hungerkot.

Eine Fütterungsstelle ist eine tierschutzgerechte Lösung an Orten, an denen die Errichtung eines Taubenhauses (noch) nicht möglich ist. Das Ziel sollte immer ein Taubenhaus mit Populationskontrolle sein, aber wenn dies nicht möglich ist, bietet die kontrollierte Fütterung deutlich mehr Vorteile für Mensch und Tier als ein Fütterungsverbot.

Ihr möchtet diesen Anflug einmal live erleben? Dann besucht uns bei einer Fütterung am Nordufer und vielleicht habt ihr danach ja auch Lust, unser kleines Fütterungsteam zu unterstützen. Meldet euch gerne über unsere WhatsApp-Gruppe oder per E-Mail!